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Leben mit der Krankheit
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Das Fortschreiten der Arteriosklerose und ein erneuter Herzinfarkt können am besten verhindert werden, wenn die bestehenden Risikofaktoren bestmöglich behandelt und minimiert werden. Hierzu können die Betroffenen entscheidend beitragen.
Nicht rauchen Der Verzicht auf Zigaretten & Co. schützt vor weiteren Schädigungen der Blutgefäße durch das Rauchen.
Normalgewicht anstreben Durch Abbau von Übergewicht und eine gesunde Ernährung können Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes günstig beeinflusst werden.
Ernährung Ein weiterer Punkt der Rehabilitation ist die Ernährungsumstellung.
Herzinfarktpatienten sollten sich möglichst ausgewogen ernähren:
* Zweimal wöchentlich sollte Seefisch gegessen werden, Fleisch höchstens ein- bis zweimal die Woche, auf Wurst sollte verzichtet werden.
* Obst und Gemüse sollten täglich mehrmals auf dem Speiseplan stehen.
* Sparsame Verwendung von Salz.
* Wenig Süßigkeiten. Schokolade und Torten enthalten viel Fett, Zucker ist schlecht für das Gewicht.
* Einseitige Diäten, wie sie sich in gängigen Ratgebern oft finden, sind nicht zu empfehlen.
* Auf Kaffee muss nicht verzichtet werden, möglichst kein Alkohol oder nur in geringer Menge. Durch die fortgeschrittene Verkalkung der Herzkranzgefäße (Koronarsklerose) besteht vor allem bei älteren Patienten die Gefahr eines neuerlichen Herzinfarktes. Einem weiteren Herzinfarkt lässt sich durch eine gezielte Änderung der Lebensumstände entgegenwirken.
Mit Freude leben Viele der angebotenen Rehabilitationsmaßnahmen haben mehr Aussicht auf Erfolg, wenn sie von Angehörigen des Patienten unterstützt werden. Der Betroffene braucht jetzt psychische Unterstützung und Ermunterung zum neuen Leben nach dem Herzinfarkt. Vor allem in den ersten Wochen nach dem Aufenthalt in einem Rehabilitationszentrum hilft der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe für Herzpatienten. Schon bei der Behandlung im Krankenhaus sind Kontaktadressen zu erfahren. Es ist für Herzinfarktpatienten empfehlenswert, an den hier unter fachlicher Beratung aufgebauten Aktivitätsprogrammen teilzunehmen, die neben den sportlichen auch soziale Aktivitäten bieten und dadurch helfen, mit den Folgen des Herzinfarktes zu leben. Der Austausch von Erfahrungen und der Kontakt mit Betroffenen in der Gruppe helfen auch, die psychischen Folgen des Herzinfarktes zu verarbeiten. Hat der Arzt langfristig angesetzte Medikamente verordnet, dann dienen diese zur Vorbeugung von weiteren Herzbeschwerden. Auch bei einer spürbaren Besserung sollten die Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden, da sonst Komplikationen auftreten können. Am wichtigsten ist es jedoch für Herzinfarktpatienten, den eingeschränkten Gesundheitszustand akzeptieren zu lernen. Unter diesen Voraussetzungen wird es gelingen, die Vorbeugemaßnahmen konsequent durchzuhalten und damit die Risikofaktoren einer weiteren Herzerkrankung zu vermindern.
Nachuntersuchungen Nach einem Herzinfarkt sollte der Patient seine Herzfunktion und seinen allgemeinen Gesundheitszustand regelmäßig vom Arzt untersuchen lassen. Fachärzte empfehlen die erste gründliche kardiologische Kontrolluntersuchung ein Vierteljahr nach der Entlassung aus der Rehabilitationsklinik, danach zweimal pro Jahr. Ein dabei durchgeführtes Ruhe-EKG bzw. Belastungs-EKG zeigt an, ob noch weitergehende Untersuchungen notwendig sind. Außerdem sollte der Patient immer seinen Arzt aufsuchen, wenn neue Beschwerden auftreten, wie Angina pectoris, Atemnot bei Belastung, Schwindel oder geschwollene Beine.
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